Arbeitsansatz
Stadtentwicklungsprojekte sind seit jeher prägende Einflüsse auf unser Leben. Von der Aufenthaltsqualität eines konkreten Orts über ermöglichte Nutzungen bis hin zu entstandenen Wechselwirkungen mit unserer Umwelt setzen sie stets einen entscheidenden Rahmen für unser Fühlen, Denken und Handeln. Wirtschaftliche und ökologische Zukunftsfähigkeit, soziales Miteinander und nicht zuletzt das private Glück werden dadurch signifikant beeinflusst und unterstreichen vor allem eines: Es geht hier nicht um abstrakte Zielgrößen, sondern um Lebensraum.

Doch das Erreichen der angestrebten Ziele gelingt nicht immer. Die ausbleibende Nutzung bestimmter Mobilitätsangebote, Vandalismus auf eigentlich zur Erholung gedachten Flächen und die Konkurrenz verschiedener Flächenansprüche sind hier nur eine kleine Auswahl. Auch Partizipationsprozesse, die trotz hohem Aufwand kein zufriedenstellendes Planungsergebnis liefern, sowie eine teilweise diffuse Unzufriedenheit mit Ästhetik und Atmosphäre zeigen klar: selbst bei bester Vorbereitung werden Projekte immer wieder daran gehindert, ihr volles Potenzial zu entfalten.
Neben technischen Herausforderungen eint viele der Hürden dabei vor allem eines: die essenzielle Rolle von Wahrnehmung und Verhalten der Menschen. Doch gerade im Verstehen dieser beiden Aspekte gelangen Psychologie und Neurowissenschaft in den letzten Jahren immense Fortschritte, die neue Lösungsansätze für die Praxis ermöglichen. Ein besseres Verständnis von Entscheidungsprozessen, Wissen über das Zusammenspiel von bewusster und unbewusster Wahrnehmung sowie ein klarer Blick auf die Vielschichtigkeit unserer Bedürfnisse sind nur ein kleiner Auszug der Wege, um gezielter auf Nutzergruppen einzugehen und eine langfristig stabile Qualität zu schaffen.
Diese neuen Möglichkeiten für die Planungspraxis fruchtbar zu machen, wird unter dem Begriff der Neurourbanistik zusammengefasst. Denn damit diese Erkenntnisse nicht die Komplexität existierender Prozesse unnötig erhöhen, dürfen sie nicht solitär betrachtet werden, sondern müssen mit bestehendem Fachwissen verbunden werden. Dadurch fügen sie sich nahtlos in bisherige Abläufe ein und die Verbindung kann ihre volle Wirkung entfalten – sei es in zukunftsweisenden Mobilitätsprojekten, innovativen Quartiersentwicklungen oder attraktiven Freiflächengestaltungen. Vor allem in Bezug auf den Klimawandel ist die Verknüpfung von Wissen zu Begrünung, Kühlung und Emission mit einem Verständnis für menschliches Verhalten und Präferenzen unverzichtbar, um trotz unterschiedlichsten Ansprüchen qualitativ-hochwertige Lösungen zu erreichen. So gelingt es, sich nicht nur technisch an ein geändertes Klima anzupassen, sondern echte Resilienz auf sozialer, ökonomischer und ökologischer Ebene zu schaffen.

Genau an diesen Punkten setze ich mit meiner Arbeit an. Stets am Menschen ausgerichtet begleite ich Ihr Vorhaben, indem ich aktuelle Erkenntnisse aus Psychologie und Neurowissenschaft mit klassischem Planungswissen verbinde. Insbesondere in den Bereichen Quartiers- und Freiraumentwicklung sowie bei Mobilitätsprojekten unterstütze ich Sie mit meiner Expertise. Durch eine klare Orientierung an Wahrnehmung, Empfinden und Entscheidungsverhalten gelingt es, viele bisherige Hürden der Planung leichter zu meistern und Orte dadurch noch besser an unseren Bedürfnissen auszurichten. Ich freue mich darauf, diese gemeinsam mit Ihnen zu gestalten!