Zum Inhalt springen

Freiraumstudien

Öffentliche Räume sowie Aufenthaltsflächen aller Art sind seit jeher Kernbestandteile eines lebenswerten Orts – sei es zur Erholung, zur Interaktion mit anderen oder als identitätsstiftendes Merkmal. Sie durchziehen unsere Siedlungen und stellen damit die Arena für einen großen Teil der Handlungen dar, die uns glücklich machen, angefangen vom Biergartenbesuch über das Flanieren im Park bis hin zum Sport im Freien. Doch auch funktional spielen Freiräume eine große Rolle, beispielsweise als Veranstaltungsraum, Gesprächsort oder Erholungsfläche für Mitarbeiter. Eine Freiraumstudie legt dabei den Grundstein dafür, vorhandene Potenziale optimal zu nutzen oder neue Qualitäten zu schaffen. 

KURZ UND KNAPP
Ideal für Sie, wenn:
  • Sie die Umgestaltung eines Freiraums beabsichtigen.
  • Ein Freiraum keine Wohlfühlatmosphäre verströmt oder wenig genutzt wird, sie die Gründe hierfür aber nicht direkt erkennen.
  • Sie überlegen, welche Nutzungen in einem bestehenden Freiraum funktionieren könnten.
Meine Leistungsbausteine:
  • Vor-Ort-Besuche und Erfassung der Wirkung eines Freiraums auf alle menschlichen Sinne
  • Analyse des Wechselspiels eines Freiraums mit umgebenden Nutzungen, insbesondere welche Ansprüche von diesen an den Freiraum gestellt werden
  • Ableiten von Handlungsempfehlungen

Damit eine durchgeführte Handlung uns wirklich guttut und wie gewünscht verläuft, muss der jeweilige Freiraum vor allem zwei Dinge bereitstellen:
    • Erstens muss er eine Funktionalität für konkrete Handlungen bereitstellen, was bedeutet, diese durch seine Beschaffenheit überhaupt erst zu ermöglichen. Ohne Tischtennisplatte kein Tischtennis, ohne Bäume kein Schatten zum Erholen, ohne Weg keine hindernisfreie Fortbewegung.
    • Zweitens muss der Raum eine mit den ermöglichten Handlungen harmonierende Atmosphäre kreieren. Denn auch wenn wir uns bewusst beispielsweise auf unsere sportliche Aktivität, das leckere Essen vor uns oder einen interessanten Gesprächspartner konzentrieren, nehmen wir auch die übrigen Aspekte der Umgebung unterbewusst wahr – Geräusche, Farben, Formen. Diese beeinflussen dadurch stark unsere Stimmung oder unsere Körperspannung. Studien haben gezeigt, dass dies starken Einfluss auf unser Verhalten nehmen kann, beispielsweise auf die Routenwahl beim Spaziergang oder die Verweildauer im Restaurant – in großen Teilen unabhängig von der eigentlich im Fokus stehenden Qualität (z.B. Essen).

Beides darf dabei auf keinen Fall isoliert abgearbeitet werden, ein Basketballfeld mit gewellter Oberfläche mag auf Grund seiner spannenden Optik einen Beitrag zur Atmosphäre leisten, ist jedoch praktisch unbespielbar. Dabei betrachte ich einen Freiraum stets mit allen Sinnen. Denn auch wenn unsere visuelle Wahrnehmung oft dominant ist, können auch akustische, olfaktorische oder haptische Reize die Qualität eines Raumes positiv wie negativ beeinflussen.

In der Regel ist es sinnvoll, in einem Raum mehrere Qualitäten zu schaffen, um eine effiziente Flächennutzung sicherzustellen und ein Brachliegen im Falle veränderter Ansprüche zu verhindern – das Schlagwort hier ist der multicodierte Freiraum. Doch der Raum, der alles kann, wird in vielen Fällen oft nichts so richtig können. Stattdessen ist das Schaffen klarer Qualitäten entscheidend, sodass das Zusammenspiel verschiedener Freiräume – gerade auf Quartiersebene – den Nutzern attraktive Wahlmöglichkeiten gibt, verschiedenen Interessen und Zwecken nachgehen zu können.

Um dies zu erreichen, setze ich mich jenseits von Renderings und Grundrissen mit Freiräumen und ihrer konkreten Wirkung auf Menschen auseinander. Ergeben sich beim Flanieren spannende Blickachsen, die den Spaziergang zum Erlebnis machen? Entsprechen Sitzplätze unseren evolutionären Präferenzen für Ausblick, Schutz und Fluchtmöglichkeiten, sodass das Verweilen entspannt und belebt? Unterstützt das Gefüge von Plätzen und Wegen die Entstehung von Treffpunkten an einem Ort? Ist ein Freiraum ein geeigneter Erholungsort für Mitarbeiter?

Durch diese und viele weitere Fragen finde ich die Drehschrauben, die aus einer einfachen Fläche eine Wohlfühlqualität entstehen lassen. Auch lässt sich erkennen, mit welchen Nutzungen und Qualitäten Ihr Projekt die Situation vor Ort verbessern kann oder ob es sich um einen attraktiven Arbeits-, Wohn- oder Freizeitraum handelt. Grundlage ist dabei stets ein umfassendes Verständnis der menschlichen Wahrnehmung, unserer Bedürfnisse und unserer Reaktionen auf verschiedenste Umweltreize. Je nach Ausrichtung der Studie wird diese durch Empfehlungen abgerundet, wie sich ausgehend vom Bestand ein bestimmtes Zielszenario erreichen ließe.

Tipp: Auf Wunsch ergänze ich die Freiraumstudie gerne durch eine Modellierung des Siedlungsklimas, da dieses über Temperaturen oder Windgeschwindigkeit einen Einfluss auf die Aufenthaltsqualität von Freiräumen ausübt.