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Quartiersstudien

Das Quartier ist unser direktes Lebensumfeld, Ort für Freizeitaktivitäten, soziale Kontakte und tägliche Versorgung. Damit beeinflusst es durch vorhandene Einrichtungen oder seine Gestaltungen ganz besonders stark das Wohlbefinden der Bewohner. Doch auch auf die Nachhaltigkeit einer Siedlung wirkt sich ein Quartier stark aus, da es maßgeblich beeinflusst, mit welchen Verkehrsmitteln Wege zurückgelegt werden, wie sich das Siedlungsklima entwickelt oder wie die Energieversorgung erfolgt. Eine Quartiersstudie hilft dabei, zu erkennen, wie sich vorhandene Qualitäten verbessern sowie neue ergänzen lassen und wie sich ein Einzeprojekt optimal in ein Quartier einfügt.

KURZ UND KNAPP
Ideal für Sie, wenn:
  • Sie als Kommune planen, ein Bestandsquartier zu verändern oder ein neues Quartier zu entwickeln.
  • Sie als Projektentwickler planen, ein neues Quartier zu entwickeln.
  • Sie als Initiative einen Eindruck über die Qualitäten eines Quartiers gewinnen wollen.
  • Sie mögliche Standorte einer Immobilie hinsichtlich der Lebensqualität in der direkten Umgebung vergleichen wollen oder untersuchen wollen, welche Immobiliennutzungen an einem bestimmten Standort den größten Mehrwert schaffen könnten.
Meine Leistungsbausteine:
  • Umfassende Standortanalyse, auch über das Quartier hinaus, unter Orientierung an den Daseinsgrundfunktionen des Raumes
  • Integration harter, mathematischer und softer, ästhetischer bzw. soziokultureller Indikatoren inkl. Ortsbesuche
  • Ableiten von möglichen Entwicklungsrichtungen für das Quartier
  • Auf Wunsch: Monitoring der Entwicklung über längere Zeiträume

Quartiersstudien – für viele Ziele eine essenzielle Grundlage

Auf Grund der großen Relevanz für die verschiedensten Lebensbereiche ist bei Veränderungen eines Bestandsquartiers eine breite Palette von Informationen zu berücksichtigen, um herauszufinden, durch welche Entwicklungsschritte sich das Wohlbefinden der Bewohnerschaft möglichst nachhaltig erhöhen lässt. Auch bei neu zu entwickelnden Quartieren ist dies von entscheidender Bedeutung. Denn einerseits müssen die Bestandsquartiere in der Umgebung betrachtet werden, um zu erkennen, welche Qualitäten bereits vorhanden sind oder noch fehlen. Andererseits müssen auch die Neuentwürfe hinsichtlich ihrer Wirkung analysiert werden. Eine tiefgehende Quartiersstudie ist für eine Wirkungsmaximierung anschließender rechtlicher Instrumente also unabdingbar.

Nicht zuletzt ist auch bei einzelnen Immobilienprojekten die Rolle des Quartiers nicht zu unterschätzen. Denn von den bestehenden Stärken und Schwächen des Quartiers hängt ab, durch welche Qualitäten eine neue Immobilie oder geänderte Nutzung bei den Anwohnern punkten kann und wie diese auch wirtschaftlich erfolgreich sein kann.

Eine Orientierung an den konkreten Handlungen und Bedürfnissen der Bewohner

Bei meinen Analysen stütze ich mich dabei auf die Daseinsgrundfunktionen des Raumes, also die Handlungen, bei deren Durchführung die Qualitäten eines Standorts besonders deutlich hervortreten. Diese sind:
  • Wohnen
  • Arbeiten
  • Erholen
  • Bilden und Erziehen
  • Ver- und Entsorgen
  • In Gemeinschaft leben
  • Am Verkehr teilnehmen

Dadurch betrachte ich ein Quartier aus der Perspektive seiner Nutzer und kann dessen Stärken und Schwächen nicht nur anhand abstrakter Modelle, sondern anhand der direkten Einflüsse auf das tägliche Leben erkennen. Beispielhafte Fragen, die ich mir dabei stelle, sind:
  • Zu welchen Einrichtungen benötigen Menschen Zugang, um die ganze Bandbreite ihrer Bedürfnisse erfüllen zu können? Wie ist es um deren Erreichbarkeit bestellt?
  • Sind die Freizeiteinrichtungen übermäßig stark auf eine Zielgruppe ausgerichtet?
  • Ermöglicht der verfügbare Freiraum eine gesunde Entwicklung von Körper und Geist?

Für manche Nutzungen, z.B. zum erreichbaren Freiraum oder ÖPNV-Haltestellen, blicke ich dabei auch über die vorher definierten Grenzen des zu untersuchenden Quartiers hinaus, um möglichst genau die Lebensrealität der Bewohner abbilden zu können.

Ein starkes Duo: fundierte Datenanalyse sowie Einbezug von Ästhetik und Atmosphäre

Weiterhin muss eine fundierte Datenanalyse stets auch durch Ortsbegehungen und die Betrachtung softer Faktoren ergänzt werden – allein vom Computer aus lässt sich ein Quartier nie in seiner Gänze verstehen. Denn nur, wenn wir auch die dort bestehende Ästhetik und Atmosphäre berücksichtigen, erschließt sich dessen ganze Wirkung auf Lebensqualität und Nachhaltigkeit. Beispielsweise können durchaus kurze Fußwege zu wichtigen Einrichtungen oder ÖPNV-Haltestellen bestehen.

Sind diese Wege jedoch uneben oder führen entlang von Orten, die bei Nutzern ein geringes Sicherheitsgefühl hervorrufen, wird sich die berechnete „kurze“ Route nicht in den Verhaltensweisen der Bewohner widerspiegeln. Dadurch, dass ich mich bei der Betrachtung dieser soften Indikatoren auf ausgewählte evolutionäre Präferenzen konzentriere, die allen Menschen gemein sind und nur in Nuancen überformt werden, sind dabei trotz der Subjektivität unserer Wahrnehmung verlässliche Aussagen möglich. Bei Bedarf ergänze ich die zu einem Quartier vorliegenden Daten auch um eine Modellierung des Siedlungsklimas oder eine detaillierte Freiraumstudie.

Anschauliche Präsentation und sorgfältige Empfehlungen

Wie bei der Strategiefindung in der Leistungsphase 0 werden auch hier die gesammelten Informationen miteinander vernetzt und grafisch, beispielsweise in Form von Karten oder Mind-Maps, aufbereitet, um einen klaren Eindruck der Situation zu gewinnen. Dabei zeige ich auch Chancen und Risiken auf, um nicht nur die Gegenwart, sondern auch zukünftige Entwicklungen in die Planung miteinbeziehen können. Aus dieser Informationsvernetzung lassen sich dann weitere Erkenntnisse gewinnen, die dann von der Art des beabsichtigten Projekts abhängen – von Empfehlungen zu möglichen Nutzungsänderungen oder anzugehenden Missständen bis hin zu konkreten Ansätzen für Neubauten. Nach Möglichkeit verweise ich dabei auch auf Best-Practice-Projekte, die vor ähnlichen Herausforderungen standen und diese lösen konnten.

Auf Wunsch ist dabei auch ein Monitoring möglich. Hierbei wird die Quartiersstudie bzw. die Untersuchung ausgewählter Indikatoren in regelmäßigen Abständen wiederholt, um Trends erkennen oder die Wirkung ergriffener Maßnahmen bewerten zu können.