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Strategische Planungsberatung

Oft fühlt sich eine Planung im Bereich der Stadt-, Kommunal- und Quartiersentwicklung für alle Beteiligten an wie ein Feuerwehreinsatz: an unzähligen Ecken brennt es, die Ansprüche nehmen eher zu als ab und gleichzeitig tauchen am Horizont stets neue Hinweise auf, die in die Planungspraxis integriert werden möchten. Mit einer strategischen Planungsberatung unterstütze ich Sie dabei, dennoch von aktuellen Forschungskenntnissen zu profitieren und vorhandene Potenziale optimal auszuschöpfen.

KURZ UND KNAPP
Ideal für Sie, wenn:
  • Sie regelmäßig Planungen im Bereich der Stadt-, Kommunal- und Quartiersentwicklung durchführen und dabei möglichst interdisziplinär vorgehen und von neurowissenschaftlichen Erkenntnissen profitieren wollen
  • Sie regelmäßig Planungen im Bereich der Stadt-, Kommunal- und Quartiersentwicklung in Auftrag geben und dabei sicherstellen wollen, dass die Planung möglichst interdisziplinär abläuft und auf dem aktuellsten Forschungsstand stattfindet
Meine Leistungsbausteine:
  • Online- oder Vor-Ort-Workshops
  • Bereitstellung von Infomaterial und Orientierungshilfen
  • COMING SOON: Zugang zu einer Wissensbibliothek für Stadt-, Kommunal- und Quartiersentwicklung mit über 6.000 Beispielen, Leitfäden, Bildern und Fallstudien sowie über 250 Schlagwörtern, die eine feinabgestimmte Suche ermöglichen

Denn durch diesen Feuerwehrmodus wird selbst unter dem Anspruch, stets das Beste erreichen zu wollen, eine grundlegende Reflektion und ein Nachdenken über das eigene Handeln immens erschwert. Doch gerade dieses Zurücktreten und Nachdenken ist außerordentlich wichtig, um sowohl aus Erfahrung lernen zu können als auch neues Wissen in die eigene Arbeit zu integrieren. Gerade bei der Integration von neuem Wissen existieren derzeit zwei große Potenziale: die interdisziplinäre Planung sowie das Einbinden neurowissenschaftlicher Erkenntnisse.

Interdisziplinäre Planung

Planungen schöpfen dann ihr ganzes Potenzial aus, wenn sie möglichst viele Gegebenheiten und Wechselwirkungen berücksichtigen können. Da allein aus zeitlichen Kapazitätsgründen niemand Experte für alles sein kann, ist deshalb in einem Projekt oft die Zusammenarbeit von Akteuren aus verschiedenen Disziplinen nötig. Hierbei existieren jedoch viele Fallstricke.

So besitzen viele Disziplinen ihr eigenes Vokabular, was zu Kommunikationsschwierigkeiten führen kann. Weiterhin werden Disziplinen gedanklich oft als klar abgrenzbare Einheiten wahrgenommen, die sich wie Puzzlestücke ergänzen. Doch wie bereits der Philosoph Michel Foucault zeigte, sind Disziplingrenzen stets bis zu einem gewissen Grad willkürlich. Denn anstatt der Puzzlestücke, die wie von einem Naturgesetz vorgegeben klar und eindeutig ineinandergreifen, bilden sich Disziplinen infolge von sehr konkreten Anforderungen aus und überlappen sich in ihren Zuständigkeiten und Kompetenzen.

Die gedanklich scharfe Abgrenzung spiegelt also nicht die Realität wider und kann zu Kompetenzgerangel oder unklaren Zuständigkeiten führen. All dies zeigt, dass es für eine optimale Planung notwendig ist, Wissen über die Durchführung einer interdisziplinären Planung zu besitzen – wer ist beteiligt und wie wird die Zusammenarbeit gestaltet?

Einbindung neurowissenschaftlicher Erkenntnisse

Vielfach ist davon zu lesen, wie wichtig es ist, den Menschen in das Zentrum der Planung zu stellen und nicht nur in abstrakten, technischen Modellierungen zu verharren. Während gegen diese Aussage grundsätzlich nichts einzuwenden ist, muss doch angemerkt werden, dass einiges an Wissen über den Menschen an sich notwendig ist, um ihn überhaupt adäquat ins Zentrum der Planung stellen zu können. Andernfalls besteht die Gefahr, dass dieses Ziel zu einer Floskel ohne Substanz verkommt. In Bezug auf Wissen über den Menschen an sich ist hier auf die Unmengen an Erkenntnissen aus der Neurowissenschaft zu verweisen, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten gewonnen wurden. Einige dieser Erkenntnisse besitzen dabei große Relevanz für die Planungspraxis.

Dies zeigt sich am Beispiel der Motivation. Denn die Motivationspsychologie hat herausgefunden, dass in unserem Gehirn die Prozesse für Wollen, also die Motivation einer konkreten Handlung, und das Mögen, also das Bewerten der wahrgenommenen Situation, in großen Teilen voneinander separiert ablaufen. Womöglich führen wir eine Handlung, die uns gefallen würde (Mögen) gar nicht aus, weil die zunächst vorhandenen Reize uns nicht zu dieser motivieren (Wollen). Dies bedeutet, dass das Schaffen einer räumlichen Qualität wie einer Aufenthaltsfläche oder einer Verkehrsanbindung in vielen Fällen noch nicht dafür ausreicht, dass die Qualitäten wirklich genutzt werden, solange diese nicht auch entsprechend präsentiert werden.

Auch im Bereich der menschlichen Bedürfnisse hat die Forschung große Schritte machen können. Allgemein anerkannte und oft als Planungsgrundlage dienende Konzepte wie die Maslowsche Bedürfnispyramide sind mit diesen Erkenntnissen nur noch teilweise kompatibel und müssen bis zu einem gewissen Grad als überholt betrachtet werden. Gerade ein Wissen über diese Bedürfnisse ist aber ja entscheidend dafür, den Menschen wirklich ins Zentrum der Planung stellen zu können.

Die strategische Planungsberatung als Potenzialeröffner

Auf Grund meines interdisziplinären Fachhintergrunds als Umweltingenieur sowie meinen persönlichen Auseinandersetzungen, die sich gemeinsam in meinem Arbeitsansatz niederschlagen, vereine ich Kompetenzen zu beiden Aspekten, durch die ich Ihnen im Rahmen einer strategischen Planungsberatung gerne unterstützend zur Seite stehe, damit Sie ganz generell und unabhängig von konkreten Projekten Anregungen erhalten, welche Potenziale noch in Ihrer Planung schlummern könnten. Welcher Fokus dabei gesetzt wird, wird natürlich stets auf Ihre individuellen Tätigkeitsschwerpunkte abgestimmt. Die Planungsberatung stützt sich dabei sowohl auf Workshops als auch auf die anschließende Bereitstellung von Infomaterial und Orientierungshilfen, um neue Ideen und Ansätze behutsam in ihre Arbeit integrieren zu können.